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Historische Babykarten mit Storch

 

Aus dem Wasser gezogen

Die Vorstellung, dass alles Leben aus dem Wasser kommt ist uralt. So liegt es nahe, auch die Kinder aus dem Wasser kommen zu lassen.

Historische Babykarte: Babys kommen auf dem Wasser zur Welt

Doch Säuglinge können noch nicht alleine laufen - also muss sie jemand aus dem Wasser fischen und in die Familie bringen. In märchenhaften Vorstellungen muss es natürlich ein Tier sein, dass diese Aufgabe erledigt. ...

Storch zieht Baby aus dem Wasser

... Welches Tier könnte die Kinder besser aus dem Wasser fischen, als der Storch. Er schnappt sich doch auch zielgenau die Frösche - und er ist groß und stark wie kein anderer Vogel. Wichtig auch: Kinder lieben diesen beeindruckenden Vogel. Auf dem Klapperstorch möchte man als Kind doch gern mal reiten.

Historische Karte: Baby reitet auf dem Storch

 

Im Korb herbeigeschleppt

Reitend auf dem Rücken des Storches oder im Korb herbeigeschlept oder im Schnabel getragen - so stellte man sich die Ankunft der Babys gern vor.

Storch transportiert Zwillinge im Lastenkorb

Die beiden nächsten Bildmotive zeigen, wie der Klapperstorch das Baby direkt an die Haustür liefert. Um den Storch anzulocken, legten Paare mit Kinderwunsch daher Süßigkeiten auf das Fensterbrett.

Dass der Storch an die Haustür bzw. ans Fenster kommt, ist eine Vorstellung, wie er die Kinder bringt. Eine andere ist, dass er das Kind durch den Schornstein ins Haus fallen lässt - dazu sehen Sie weiter unten eine bildhafte Darstellung.

Historische Karte: Storch bringt Baby

Der geflochtene Transportkorb war ein verbreitetes Transportmittel - insbesondere für Hausierer und fahrende Händler. Also konnte man sich vorstellen, dass auch der Storch in dieser Weise die Kinder bringt.

Im Bild unten bringt der Klapperstorch das Kleine direkt in der geflochtenen Babywiege.

 

Der Klapperstorch als Babylieferant

Die historischen Grußkarten und Gemälde auf dieser Seite zeigen, wie man sich die Babylieferung durch den Klapperstorch vorstellte.

Das Bild des babyliefernden Weißstorches war so selbstverständlich, dass es insbesondere im gesamten 18. Jahrhundert und zu Beginn des 19. Jahrhunderts durchweg die Babykarten schmückte - also die Postkarten zur Bekanntgabe der Geburt ebenso wie die Glückwünsche zum Nachwuchs.

Es gibt viele Gründe dafür, warum es in märchenhaften Erzählungen gerade der Weißstorchist, der als Klapperstorch die Babys bringt.

Man wusste es natürlich besser, doch im Volksbewusstsein verankert war die Vorstellung, dass der Klapperstorch die werdende Mama ins Bein beißt, damit sie sich ins Bett legen muss um das Kind vom Storch zu empfangen. Diese Geschichte wird noch gern Kindern erzählt. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn Kinder brauchen Märchen. Problematisch ist es nur, wenn diese "Fabel" heutzutage noch die sexuelle Aufklärung ersetzt.

Alte Babykarte: Storch trägt Säugling

 

Kindersegen

Der Wunsch nach Kindersegen war eng verbunden mit dem "Glaube an den Klapperstorch". Doch die Mär vom Klapperstorch wurde sicherlich nicht nur aus Prüderie erfunden, also weil man sich bei der sexuellen Aufklärung scheute die wahre Herkunft der Kinder zu erklären.

Vielmehr vermied man es vom Gebären zu sprechen, weil dies für die Frauen eine äußerst lebensgefährliche Angelegenheit war. Zu viele Frauen starben im Wochenbett am Kindbettfieber - daran mochten Eltern in der Freude auf ihr Kind nicht gern denken. Mit der Geschichte vom Storch verdrängte man die Angst vor der Gefahr, die über jeder Geburt stand.

Alte Postkarte: Storch bringt viele Kinder

 

Glückwunsch zu Zwillingen

Der Stoprch war da! Mit dieser Karte gab man zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Geburt von Zwillingen bekannt - ein Mädchen und ein Junge. Dem Storch sei Dank.

Alte Postkarte: Storch trägt zwei Säuglinge

 

Der Storch als Freund der Kinder

"Adebar" oder "Meister Adebar" ist der Name des Weißstorchs in Legenden und märchenhaften Erzählungen. Dieser Name setzt sich zusammen aus dem althochdeutschen Wort für Glück "Auda" und der Silbe "bar", die "tragen" und "bringen" bedeutet. Verwandt ist die Silbe "bar" mit dem Wort "bera" = gebären.

Meister Adebar war als Glücksbringer natürlich der Freund der Kinder.

Alte Postkarte: Babys begrüßen den Storch

Die ganz Kleinen liebten den Storch - so wie die größeren Kinder den Nikolaus.

Alte Babykarte: Baby reitet auf Storch

 

Euer Kind sei beschützt

Der Klapperstorch bringt die Kinder nicht nur - sie liegen ihm natürlich auch am Herzen. Er beschützt sie also.

Auf dieser Glückwunschkarte zur Geburt nimmt der Storch die Rolle des Schutzengels ein. Das Bild drückt aus: Wir wünschen Euch für Eueren kleinen Schatz, dass er immer gut behütet ist.

 

Baby den Schornstein geworfen

Wenn ein Storch sich auf dem Dach niederlässt, ist das ein Zeichen für Glück und Segen. Da liegt es nahe, dass er auch zuständig ist für das größte Glück das den Hausbewohnern widerfahren kann: Die Ankunft eines Kindes.

Alte Karte: Strorch bring Baby durch den Schornstein

 

Der Klapperstorch in der Kunst

Seine große Zeit in der Folklore hatte der Storch im 19. Jahrhundert. Nicht nur im Volksglauben erfüllt er den Kinderwunsch - auch in anerkannte Dichter, Schriftsteller und Kunstmaler ließen den Klapperstorch die Kinder bringen. So im Märchen "Die Störche" von Hans Christian Andersen oder im Gemälde "Der Klapperstorch" von Carl Spitzweg.

Im Gemälde "Der Klapperstorch" von Carl Spitzweg (1808 - 1885) hoffen junge Frauen, dass der Storch ihnen ein Baby in den Schoß fallen lässt.

Spitzweg-Gemälde: Storch wirft Kinder herab, Frauen fangen sie auf

 

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