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Gedichte zur Geburt & Taufe

Texte für Taufgottesdienst und Tauffeier & für Taufkarten und Babykarten

14 Gedichte zum Vortragen oder Aufschreiben

Zusätzlich zu den Texten aus der Bibel bereichern andere Geschichten und Gedichte den Taufgottesdienst. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, dass eine Person aus der Taufgesellschaft eines dieser "Taufgedichte" vorträgt.

 

Lestext 1 - Meine Hoffnung

Worte einer Mutter

Ich kenne dich wie niemand sonst, /denn neun Monate habe ich dich in mir getragen. / Doch da ist einer, / der kennt dich noch besser, /denn du kommst aus seiner Ewigkeit. / Ich trage dich, bis du selbst laufen lernst, / ich wünsche, er trägt dich durch das Leben. / Ich halte dich, solange meine Kräfte reichen, / ich hoffe, er lässt dich nie los. / Ich werde dich begleiten, solange ich kann, / ich bete, er begleite dich bis in die Ewigkeit. / Ich gebe dich gern an seine Hand, / ohne Eifersucht, ohne Argwohn, / nur mit Vertrauen, / nur mit Hoffnung und in aller Liebe.

Gedicht 2 - Segenswunsch

Sonnenstrahlen am frühen morgen

Wir wissen nicht, was dein Leben dir bringt; / doch Gott sei stets bei dir, das wünschen wir. / Er schicke dir Sonnenstrahlen am frühen Morgen, / und leuchtende Sterne in tiefer Nacht, / er gebe dir Berge, sie zu erklimmen und einen Engel, der dich bewacht! / Er öffne deinen Blick übers weite Meer; / sein warmer Regen tue dir gut, / er schicke auch Sturm und tosende Wogen, / doch ein Engel mache dir Mut! / Er schenke dir das Leuchten des Regenbogens / und glückliches Wandern übers weite Land, / er führe dich zu neuen Ufern, / und ein Engel halte dir dabei die Hand. / Wir wissen nicht, was dein Leben dir bringt; / doch Gott sei bei stets bei dir, das wünschen wir.

Gedicht zur Taufe 3

Gottes Nähe

Gottes Nähe wecke in dir Liebe. / Liebe gegen allen Hass in der Welt, / Liebe gegen alle Angst / und gegen alle Einsamkeit. / Gottes Nähe wecke in dir Liebe. / Liebe gegen alle Traurigkeit / und gegen alle Eifersucht, / Liebe gegen alles Misstrauen / und gegen alle Ungerechtigkeit, / gegen alle Gleichgültigkeit und Fantasielosigkeit. / Gottes Nähe wecke in dir Liebe, täglich neu.

 

Tauftext 4

 

Glaube, Hoffnung, Liebe

Gott schenke dir Glaube, Hoffnung, Liebe! / Glaube - Glaube erleuchtet, / lässt dich vieles in neuem Licht sehen. / Glaube zeigt dir den Schein, der trügt, / aber auch den Glanz im Unscheinbaren, / die Schwäche der Starken / und die Stärke der Schwachen. / Gott schenke dir Glaube, der dich erleuchtet. / Hoffnung - Hoffnung beflügelt, / lässt dich weiter schauen. / Hoffnung öffnet deinen Blick / über das Selbstverständliche hinaus, / über Grenzen hinweg, / durch Dunkel hindurch, / bringt dich zu neuen Ufern. / Gott schenke dir Hoffnung, die dich beflügelt. / Liebe - Liebe beseelt, / lässt mit dem Herzen sehen. / Liebe zeigt dir, was das Auge nicht sieht, / das Ohr nicht hört, / das Denken nicht erkennt, / der Verstand nie begreift. / Gott schenke dir Liebe, die dich beseelt. / Liebe brachte dich auf die Welt, / Liebe schickt dich durch das Leben. / Von allem, was wirklich wahr ist, / ist Liebe das größte. / Bleibe in der Liebe!

In der Bibel, in 1 Korinther 13,13, steht der Vers: „Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Die bekannte Bibelstelle wird im obigen Text entfaltet. Diese Verse eignen sich insbesondere, wenn als Taufspruch ein Spruch mit dem Thema „Liebe“ gewählt wird oder ein solcher Vers als Motto über der Taufe steht.

 

Taufgedicht 5

Ein Text, der die Bedeutung des Taufwassers hervorhebt - Als Lesung direkt vor der Taufhandlung

Getauft wirst du nun

Getauft wirst du nun, Menschenkind! / Getaucht wirst du in das Wasser, / das Gott uns schenkt, / in das frische Nass, / das dich lebendig macht, / das dich am Leben erhält, / das dich durchzieht, / das dich keimen lässt / wie den Baum am frischen Wasser. / Getauft wirst du nun, / damit deine Wurzeln dich halten. / Übergossen wirst du mit dem Geist Gottes, / mit Gottes Geist beschenkt, / gesegnet mit dem kräftigen Hauch des Lebens, / der dich in die Lüfte hebt. / Der dich lockt, wenn du dich nicht traust, / der dich anstößt, wenn Angst dich lähmt, / der dich trägt, wenn du müde wirst. / Getauft wirst du nun, Menschenkind, / damit deine Flügel dich tragen / wie den Vogel im Wind.

© Unsere Texte sind eigens für taufe-texte.de / Das Taufbuch geschrieben. Sie dürfen für private Zwecke genutzt werden. Die Übernahme auf andere Internetseiten bzw. in Printmedien bedarf der ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung!

 

Taufgedicht 6

Engel bekommst du geschenkt

I. Eltern hat man, / denn Eltern braucht man. / Eltern braucht ein jedes Kind. / II. Das Vertrauen, das Eltern geben, / trägt durch ein ganzes Leben. / I. Eltern hast du! / Wir danken mit dir dafür.

I. Freunde muss man finden, / denn Freunde braucht man. / Freunde braucht ein jedes Kind. / II. Freunde um zu teilen, das Hab und das Gut, / die Freude und die Traurigkeit. / I. Freunde wirst du finden, / wir suchen mit dir danach.

I. Engel bekommst du geschenkt, / denn Engel brauchst du. / Engel braucht ein jedes Kind. / II. Gott hat seinen Engeln befohlen, / dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. I. Engel bekommst du geschenkt. / Wir bitten mit dir darum.

I. Wenn die Eltern mal versagen, / wenn die Freunde mal enttäuschen, / wenn die Engel mal verborgen bleiben, / II. so lass dich davon nicht abhalten, zu danken, zu suchen, zu bitten.

I. Denn Eltern hast du, Freunde wirst du finden. Engel bekommst du geschenkt.

© Frank Maibaum / taufe-texte.de (Nach dem alten Spruch "Eltern hat man, Freunde muss man finden, Engel bekommt man geschenkt".)

 

Vorschlag zu Text 7

Im Anschluss an die Taufe hat es kirchlich Tradition, die Anwesenden zu "ermahnen", die Verantwortung für das Kind, die aus der Taufe erwächst, ernsthaft wahrzunehmen. Dieses traditionelle liturgische Element in Taufgottesdiensten heißt "Taufermahnung". Es eignet sich z.B. folgender Text:

Deine Zukunft?

In welche Zukunft wird es gehen, / dieses Menschenkind? / Wie viele Militärstiefel werden donnern? / Wie viele Heil-Rufe wird man grölen? / Wie viele Wände / werden durch Zeichen des Hasses verunstaltet? Wie viele Jacken / werden Embleme der Dummheit tragen? / Wie viel Menschenverachtung wird herrschen? In welche Zukunft wird es gehen, unser Menschenkind? Wie viele Menschen werden glauben, / dass das Böse stärker ist / als alles Gute zusammen? / Wie viele Machtgebärden wird man sehen? / Wie viele Fäuste wird man erheben? / Wie viele Raus-Rufe werden erschallen? / Wie viel Hass wird wachsen? / Wie viel Verachtung wird man spüren? / Das wird daran liegen, / wie viel Zeit wir uns nehmen, / zu beweisen, / dass Liebe stärker ist, / stärker als alles Böse zusammen. / In welche Zukunft wirst du gehen, / Menschenkind?

© Texte von taufe-texte.de / Das Taufbuch dürfen für private Zwecke (auch im Gottesdienst und bei Tauffeiern) gern genutzt werden. Inhalte von taufe-texte.de dürfen nicht auf andere Webseiten übernommen werden, nicht ins Internet gestellt werden!

Taufgedicht 8

Im Kapitel "Bibelgeschichten" finden Sie die Nacherzählung der Abrahamgeschichte. Der folgende Text passt dazu; macht aber auch ohne die biblische Geschichte einen Sinn als Zuspruch an das Kind.

Tausend wachgeküsste Träume

Mein Kind, dein Gott ist nun bei dir; / und wie Abraham vor vielen tausend Jahren, / so sollst du immer wieder gern zum Himmel schauen, / in sternenklarer Nacht. // Lass dir / von tausend Sternen / tausendmal aufzeigen, / wie dein Gott dir Zukunft zuspricht / mit jedem Stern, / dir Heimat bereitet / mit jedem Stern. // Doch Menschenkind, / verlier dich nicht zu schnell / in tausend wachgeküssten Träumen. // Von tausend Sternen über Bethlehem / lass deinen Blick stets auch zur Erde lenken: / zu unzähligen Hütten mit Kindern im Stroh, / Zukunft ersehnend und Heimat entbehrend, / tränenverwaschene Träume, tausendmal. // Dann erst erkennst du deinen Gott, / ganzheitlich - tausendmal - sternenklar, / und darfst neu zum Himmel schauen, / wie Abraham vor vielen tausend Jahren. // Lass dir dann erneut zurufen, / welche Zukunft, welche Heimat, / welche Hoffnung dein Gott für dich bereithält. // Und so verlier dich immer wieder / gut und gern / in tausend wachgeküssten Träumen.

F. Maibaum, Das Zeitbuch, J. F. Steinkopf 1999

 

Text zur Taufe 9

Zuspruch einer Patin / eines Paten

Der dich beim Namen ruft!

Der dich beim Namen ruft, / kommt in diesem Wasser zu dir. / Wenn du am meisten jemanden brauchst, / dann darfst du wissen: Gott ist da. // Er ist da, der dich beim Namen ruft. / Er ist es, der dich an der Hand hält. / Er ist es, der dich in den Arm nimmt. / Er ist es, der dich streichelt, der dich an sich drückt. // Er ist es, der dich tröstet und trägt. / Wenn du am meisten jemanden brauchst, / dann darfst du wissen: Er ist da. // Er ist da, der dich beim Namen ruft. / Er ist es, der dir Mut zuspricht. / Er ist es, der dich durch tiefe Täler und über hohe Berge führt. / Er ist es, der dir Licht macht / und dich doch vor der Dunkelheit nicht verschont. // Wenn du am meisten jemanden brauchst, / dann darfst du wissen: Er ist da. / Er ist da, der dich beim Namen ruft. / (Der dich beim Namen ruft, kam in diesem Wasser zu dir.) // Damit du das nicht vergisst, werde ich ein Stück deines Lebensweges mit dir gehen. / Ich werde dich erinnern, werde es dir sagen, / werde es dir zeigen, werde es dir vorleben: / Er ist da, dein Gott, der dich beim Namen ruft. / Geh deinen Weg!

 

Tauftexte 10 & 11

Lesung zur Salbung bei der Heiligen Taufe

Bei einer Taufe in der katholischen Kirche gehört die Salbung mit Chrisam zur Taufliturgie. Auch die protestantischen Kirchen kennen die Salbung, doch ist sie da nicht fester Bestandteil der Taufliturgie.

Zur Salbung eines Mädchens bei der Taufe

Du bist gesalbt

Du bist eingetaucht / in das Elixier des Lebens. / Du bist herausgezogen / aus den Strudeln des Schicksals. / Du bist getauft im Namen des ewigen Gottes. // So bist du eine Gesalbte. / Wie die Frauen, von denen die Bibel berichtet, / bist du berührt / mit kostbarem Öl. / Gleich einer Königin. / Wie Ruth, die treue Ruth, / wie Mirjam, die tanzende Mirjam, / wie die namenlose Frau am Jakobsbrunnen / bist du eine Gesalbte Gottes.

Zur Salbung eines Jungen bei der Taufe

Wie Mose einst

Wie Mose einst, / bist du ein Gesalbter des mutmachenden Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen / manchmal an dir selber zweifeln. // Wie Abraham einst, / bist du ein Gesalbter des zuverlässigen Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen / manchmal an Gottes Versprechen zweifeln. // Wie Daniel einst, / bist du ein Gesalbter des rettenden Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen / manchmal in Bedrängnis kommen, / als ständest du den Löwen gegenüber. // Versagen wirst du manchmal wie Petrus einst; / in die Irre gehen wirst du wie Paulus. // Doch wohin deine Wege dich auch führen, / du bist stets gestärkt, geführt, gerettet, / getragen, geliebt, ein Gesalbter Gottes; / denn du bist getauft auf seinen Namen.

Es passt auch sehr gut, wenn ein Text zum Entzünden der Taufkerze gelesen wird. Beachten Sie dabei auch die Lesetexte und Gedichte, die ich zum Entzünden der Hochzeitskerze veröffentlicht habe, wie den Text "Die Hochzeitskerze spricht". Diese Texte erklären das Symbol Kerze und Licht und eignen sich ebenso für die Taufe und das Anzünden der Taufkerze. Unter Texte für Taufpaten finden Sie weitere Textvorschläge, die Taufpaten oder Eltern bei der Kindtaufe lesen können.

 

Textlesung 12

Der folgende Text  kann auch als Karte bzw. Brief zur Geburt geschickt oder geschenkt werden. Es ist ein schöner Text für das Schatzkästchen zur Geburt und Taufe. Dieser Text kann als nichtbiblische Lesung im Taufgottesdienst dienen. Es ist ein Zuspruch der Nähe Gottes.

Diesseits und jenseits aller Mauern

Mein Kind, / wohin dein Lebensweg dich auf führen wird, / einer ist längst da. // Er ist diesseits und jenseits aller Mauern / und aller Grenzen, / aller Längengrade und Breitengrade. // Wie immer wir die Welt aufteilen, / er ist in jedem Teil. / Er ist im Norden und im Süden, / im Osten und im Westen, / er ist im hellem Sonnenschein / und in der tiefsten Nacht. // Er ist mit dir im hohen Schnee, / im stärksten Regen, / auf den Weiten des Meeres, / auf dem höchsten Berg, / überall ist er mit dir. // Er selbst ist der Tag, / er ist die Nacht, / kein Datum hält ihn auf. // Mit ihm springst du über alle Grenzen, / durchschreitest alle Täler, / übersteigst alle Höhen. // Mein Kind, / er ist bei dir bis ans Ende aller Zeiten. / Er hält sein Versprechen, / er, dein Gott. // (An seine Hand gebe ich dich gern.)

© F. Maibaum, Das Zeitbuch, J. F. Steinkopf 1999 / Alle informativen und meditativen Texte zum Thema "Zeit" aus dem Buch "Das Zeitbuch" finden Sie im Internetportal: www.geschichte-der-zeit.de

 

Tauftext 13

Ein neuer Mensch

Durch das Wasser der Taufe / wirst du ein neuer Mensch, / ein Leben lang. // So segne mit liebevollen Gedanken; / mit guten Wünschen spare nicht. // Hoffe für die Bedrückten; / gegen das Böse erhebe dein Wort. // Den Argwohn verbreite nicht; / finde eine Entschuldigung für die Verurteilten. // Deinen freundlichen Blick lass hervorschauen; / dein Lächeln schenke reichlich. // Zur Offenheit löse dich; / deine Hand werde leicht für die gute Tat. // So alt dies alles scheint, / es ist stets neu, / weil du damit immer wieder Hoffnung schaffst. // Dein Gott gebe dir dazu die Kraft, / ein Leben lang. Der folgende Text kann als Taufzuspruch gelesen werden, direkt bevor das Taufkind mit Wasser übergossen bzw. ins Wasser getaucht wird.

 

Textvorschlag 14

Als Lesung und für Karten und Briefe zur Geburt und Taufe

Was Gott dir gibt

Wie wir auch forschen, / suchen, lesen, / alles, was wir finden, / ist immer schon gewesen. // Er lässt die Erde / um die Sonne drehn, / wir brauchten ewig, / um das zu verstehn. // So sehr wir auch ringen, / entdecken und fragen, / es sind doch nur Stücke, / die wir zusammentragen. // Jedes kleinste Stück Wahrheit / wie neu es uns scheint, / ist nur bei bei ihm, / zum Ganzen vereint. // Was immer wir schaffen, / er hat es schon gegeben, / auf das wir es nutzen / für ein erfülltes Leben. // Stolz messen wir die Zeit / mit dem kleinsten Atom, / als hätten wir es jetzt erfunden, / doch es war immer schon. // All dies schenkt dir dein Gott. / Er gibt, so nimm!

 

Urheberrecht beachten:

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