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Aus dem Wasser gezogen

Die biblische Geschichte des kleinen Mose (Moses) zeigt in sehr beeindruckender Weise Gottes Schutz und Liebe. Gott bewahrt Mose auf den Wellen des Flusses und gibt ihn in schützende Hände. Als Lesung bzw. Erzählung bei der Taufe sagt diese Bibelgeschichte: So wird wird Gott auch dieses Kind durch die Wogen des Lebens tragen und ihm stets eine schützende Hand reichen.

Geschichte des kleinen Mose

Wassergedicht

Mosetext zur Salbung eines Jungen

Die Mosegeschichte

Eine Nacherzählung der biblischen Geschichte

Viele tausend Jahre ist es her, da wohnten Menschen in Ägypten, deren Vorfahren aus einem fernen Land hinzugezogen waren. Dies war das Volk der Israeliten. In Ägypten lebten sie friedlich zusammen mit den Ägyptern. Jahrhunderte vorher hatte man sie willkommen geheißen und sich über ihre Anwesenheit gefreut. Doch ein neuer König, der Pharao von Ägypten, wusste nichts mehr davon. Misstrauisch blickte er auf die Israeliten. Er sorgte dafür, dass man sie wie Sklaven behandelte und sie die schwersten Arbeiten erledigen mussten.

Und schließlich befahl er sogar, dass jeder neugeborene Junge des israelitischen Volkes in den großen Fluss, den Nil, geworfen wird. Verzweifelt waren die Familien, als man ihnen die Kinder wegnahm. Da wurde einem Mädchen ein Brüderchen geboren. Dieses Mädchen hieß Mirjam. Die Mutter, der Vater und Mirjam hatten eine wunderbare Idee, wie sie das Baby retten konnten. Aus Schilfrohr flochten sie einen Korb. In diesen Korb legten Sie das Brüderchen und setzen den Korb auf das Wasser des Nils. Wenn jemand dieses Kind findet, dachten sie, wird er es retten. Auf dem Wasser schaukelte der Korb mit dem Jungen den Fluss hinunter. Mirjam begleitete das Körbchen am Ufer und beobachtete genau, was geschah.

Wie jeden Tag kam auch an diesem die Tochter des Pharaos, also des Königs, mit ihren Freundinnen hier an den Nil, um zu baden. Sie sah den Korb und entdeckte den kleinen, schreienden Jungen. Sie wurde von Mitleid und Liebe zu diesem hilflosen Kind ergriffen. Sie fand auch gleich einen Namen: Mose. In ihrer Sprache bedeutete dieser Name: Der Ausdemwassergezogene.

Während die Tochter des Pharaos und ihre Freundinnen sich noch freuten, schwärmten und aufgeregt "Mose!, Mose!" riefen, kam, wie zufällig, Mirjam daher, die sich in der Nähe verborgen gehalten hatte. "Welch ein schönes Kind, das du gefunden hast, ehrwürdige Tochter des Königs!", sprach sie. "Du möchtest sicherlich etwas Gutes für diesen Jungen tun. Doch du bist selbst zu jung, um ihn großzuziehen. Ich kenne eine israelitische Frau, die hat selbst kein Kind und würde sich sicherlich gerne um deinen Jungen kümmern." Mirjam holte schnell ihre eigene Mutter, die Mutter ihres Brüderchens Mose.

"Ich vertraue dir Mose an", sagte die Tochter des Pharao. "Kümmere dich gut um ihn. Auch ich werde dafür sorgen, dass ihm nichts geschieht. Ich fühle für ihn, als ob er mein eigenes Kind sei; ich habe ihn doch aus dem Wasser gezogen." Glücklich waren sie, Vater, Mutter, die Schwester und die Tochter des Pharao. Jeder von ihnen hatte sehr viel für das Wohl des kleinen Mose getan, doch am meisten Gott. Er hatte seine Hand schützend über das Kind gehalten, das nun den Namen "Der Ausdemwassergezogene" bekam. Gott begleitete Mose durch alle Höhen und Tiefen seines Lebens. Er zog ihn immer wieder aus allen Gefahren - wie aus dem Wasser.

Lesungen werden verständlicher, wenn sie durch erklärende Sätze eingeleitet oder abgeschlossen werden. Das kann ein solcher Text sein:

Ich lese eine Geschichte, die ganz vorn in der Bibel steht. (Buch Exodus / 2. Buch Mose) Da wird ein Kind aus dem Wasser gezogen. Gott begleitet es dann ein Leben lang. Ebenso wird Gott unser Kind beschützen, das durch die Taufe auch ein "ausdemwassergezogenes" Kind ist - also ein kleiner Mose.

© Unsere Texte sind eigens für taufe-texte.de / Das Taufbuch geschrieben. Sie dürfen für private Zwecke (Taufgottesdienst / Tauffeier / Taufheft) gern genutzt werden. Die Übernahme auf andere Internetseiten bzw. in Printmedien bedarf unserer ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung!

 

Mose - Geliebt und aus dem Wasser gezogen

Die Bibel erzählt im Alten Testament (zu Beginn des 2. Buches Mose / Buch Exodus), wie ein Baby am Ufer des Nils in einem Körbchen ausgesetzt worden. Er war ein Kind der Hebräer, die in Ägypten als Sklaven lebten und arbeiteten. Der Pharao lies die Kinder der Sklaven durch seine Soldaten ergreifen. Die Aussetzung auf dem Nil bewahrte das Baby vor Verfolgung. Die Tochter des Pharao zog das Kind aus dem Wasser und gab ihm den Namen Mose, "Der aus dem Wasser gezogene". So wuchs Mose am "Königshof" auf und konnte schließlich sein unterdrücktes Volk aus der Gefangenschaft retten.

Das Wort "Taufe" kommt von "tauchen". Bei der Taufe wird ein Kind (zumindest symbolisch gesehen) ins Waser getaucht und wieder herausgezogen, um ein neues Leben an der Seite Gottes zu beginnen. So erlebte es auch Mose. Die Geschichte kann bei der Taufe erzählt werden, um die Kraft der Liebe zum Kind und die Kraft des Wassers zu verdeutlichen.


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Wassertext zur Taufe

Getauft wirst du nun, Menschenkind! / Getaucht wirst du in das Wasser, / das Gott uns schenkt, / in das frische Nass, / das dich lebendig macht, / das dich am Leben erhält, das dich durchzieht, / das dich keimen lässt / wie den Baum am frischen Wasser. / Getauft wirst du nun, / damit deine Wurzeln dich halten. // Übergossen wirst du mit dem Geist Gottes, / mit Gottes Geist beschenkt, / gesegnet mit dem kräftigen Hauch des Lebens,
der dich in die Lüfte hebt. // Der dich lockt, wenn du dich nicht traust, / der dich anstößt, wenn Angst dich lähmt, / der dich trägt, wenn du müde wirst. // Getauft wirst du nun, Menschenkind, / damit deine Flügel dich tragen wie den Vogel im Wind.

 

Das Taufwasser ist mehr als nur ein Symbol

Die Taufkerze, das Licht, das Taufkleid sind im Rahmen der Taufe Symbole; das Entzünden der Kerze, das Anlegen des Taufkleids sind symbolische Handlungen. Leider wird im Zusammenhang mit Taufe auch das Wasser oft als Symbol bezeichnet - das findet man in Dokumenten der katholischen Kirche wie auch in Tauferklärungen der evangelischen Kirchen. Das Wasser ist aber mehr als nur ein Taufsymbol, wie das Übergießen des Kindes mit Wasser bzw. das Eintauchen des Taufwilligen mehr als eine symbolische Handlung ist.

Das Wasser zusammen mit der Taufformel "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." macht die Taufe aus. Das Wasser mit der Taufformel ist wirksames Sakrament, kein Symbol und keine Symbolische Handlung. Ein Symbol bzw. eine symbolische Handlung versinnbildlicht einen Sachverhalt nur. Das Wasser ist in Bezug auf die Taufe nicht nur Sinnbild, sondern Taufelement. Es ist sehr sinnvoll, bei der Taufe diese zentrale Bedeutung des Wassers mit einem ausführlichen Text hervorzuheben.

Text zur Salbung eines Jungen

Wie Mose einst, / bist du ein Gesalbter des mutmachenden Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen manchmal an dir selber zweifeln. / Wie Abraham einst, / bist du ein Gesalbter des zuverlässigen Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen manchmal an Gottes Versprechen zweifeln. // Wie Daniel einst, / bist du ein Gesalbter des rettenden Gottes. / Wie er wirst du auf deinen Wegen manchmal in Bedrängnis kommen, / als ständest du den Löwen gegenüber. // Versagen wirst du manchmal wie Petrus einst;
in die Irre gehen wirst du wie Paulus. // Doch wohin deine Wege dich auch führen, / du bist stets gestärkt, geführt, gerettet, getragen, geliebt, ein Gesalbter Gottes; / denn du bist getauft auf seinen Namen.

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