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Bibeltexte / Lesungen aus der Bibel

Wie in jedem Gottesdienst werden natürlich auch im Taufgottesdienst Bibelverse gelesen. Hier sind die Bibelstellen, die sich besonders als biblische Lesung zur Taufe eignen.

Wie Jesus die Taufe befiehlt

Matthäus 28, 18-20

Jesus trat auf die Jünger zu und sagte: "Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt." (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

↑ Mit diesen Worten verabschiedet sich Jesus bei seinen Jüngern. Damit begründet Jesus die christliche Taufe. Der Text ist als Taufbefehl / Missionsbefehl bekannt; er gehört zur Taufliturgie und wird also in jedem Taufgottesdienst gelesen.

Wie Jesus getauft wurde

Markus 1,9-11

Zu dieser Zeit geschah es: Jesus kam aus Nazaret in Galiläa zu Johannes und ließ sich von ihm im Jordan taufen. Als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel aufriss und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sagte zu ihm: "Du bist mein Sohn, dir gilt meine Liebe, dich habe ich erwählt." (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Wie Jesus die Kinder segnet

Markus 10, 13-16

Der Text ist als "Kinderevangelium" bekannt. Bei der Kindtaufe ist er fester Bestandteil der Liturgie.

Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken. Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: "Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen. Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen." Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Die nächsten vier Texte (des Proheten Ezechiel und des Apostel Paulus) gehören nicht fest zur Taufliturgie, sind aber als biblische Lesung sehr geeignet. Eine solche Bibelstelle kann gern von Lektoren gelesen werden - gut, wenn hier Taufpaten, Großeltern oder Freunde der Familie als Lektor (Vortragender einer Lesung) wirken.

 

Ich mache dich zu einem guten Menschen

Ezechiel / Hesekiel 36,24-28

Lesung aus dem Buch Hesekiel. (Gott spricht:) Ich werde dich aus allen Ländern nachhause bringen. Ich will reines Wasser über dich sprengen, und dich von Unreinheiten, Irrwegen und falschen Göttern reinigen. Ich gebe ein neues Herz und einen neuen Geist in dich und nehme das steinerne Herz aus deinem Körper, um es durch ein liebendes Herz zu ersetzen. Ich will meinen Geist in dich geben und aus dir jemanden machen, der auf meinen Wegen geht und meine Gebote hält und Gutes tut. Und du wirst Heimat haben im Lande, das ich schon deinen Vorfahren gab. Du sollt mein Volk sein, und ich will dein Gott sein. (Textübertragung © Frank Maibaum)

↑Diese Worte des Propheten Ezechiel (bei evangelischen Christen eher als Hesekiel bekannt), sind an das Volk Israel gerichtet. Daher wird der Singular "dich" (= dich, Volk Israel) üblicherweise mit dem Plural "Euch" übersetzt. Wenn bei der Taufe aber eine einzelne Person angesprochen wird, ist das "dich" angemessen und korrekt. (Da finden Sie den Text in Einheitsübersetzung)

 

Der Strom, der vom Tempel ausgeht

Ezechiel / Hesekiel 47,7-9.12

(Der Fluss hatte seine Quelle im Tempel.) Ich sah auf beiden Seiten des Flusses eine große Zahl von Bäumen stehen. Der Mann erklärte mir: "Der Fluss fließt immer weiter nach Osten, bis er in die Jordanebene kommt; dann ergießt er sich in das Tote Meer und macht das Salzwasser süß. Der Fluss schenkt Leben: Wo er hinkommt, gedeihen die Tiere, und das Tote Meer wimmelt von Fischen, weil sein Wasser gesund geworden ist. Die Bäume, die an beiden Ufern des Flusses stehen, sind das ganze Jahr über grün und bringen immerfort Früchte, jeder nach seiner Art. Zwölfmal im Jahr lassen sich frische Früchte von ihnen ernten; denn die Bäume wachsen an dem Wasser, das aus dem Heiligtum des Herrn kommt. Die Früchte dienen als Nahrung und die Blätter als Heilmittel." (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Was bei der Taufe geschieht

Römer 6, 3-7

(Lesung aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom:) Ihr müsst euch doch darüber im Klaren sein, was bei der Taufe mit euch geschehen ist. Wir alle, die »in Jesus Christus hinein« getauft wurden, sind damit in seinen Tod hineingetauft, ja hineingetaucht worden. Durch diese Taufe wurden wir auch zusammen mit ihm begraben. Und wie Christus durch die Lebensmacht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so ist uns mit der Taufe ein neues Leben geschenkt worden, in dem wir nun auch leben sollen. Denn wenn wir mit seinem Tod verbunden wurden, dann werden wir auch mit seiner Auferstehung verbunden sein. Das gilt es also zu begreifen: Der alte Mensch, der wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein. Denn wer gestorben ist, kann nicht mehr sündigen; er ist von der Herrschaft der Sünde befreit. Wenn wir nun mit Christus gestorben sind, werden wir – davon sind wir überzeugt – auch zusammen mit ihm leben. (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Gaben, die Christus mit der Taufe austeilt

Epheser 4,1-6

(Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus:) Nun bitte ich euch als einer, der für den Herrn im Gefängnis ist: Lebt so, wie es sich für Menschen gehört, die Gott in seine Gemeinde berufen hat. Erhebt euch nicht über andere, sondern seid immer freundlich. Habt Geduld und sucht in Liebe miteinander auszukommen. Bemüht euch darum, die Einheit zu bewahren, die der Geist Gottes euch geschenkt hat. Der Frieden, der von Gott kommt, soll euch alle miteinander verbinden! Ihr alle seid durch die Taufe ja ein Leib, in euch allen lebt ein Geist, ihr alle habt die eine Hoffnung, die Gott euch gegeben hat, als er euch in seine Gemeinde berief. Es gibt für euch nur einen Herrn, nur einen Glauben und nur eine Taufe. Und ihr kennt nur den einen Gott, den Vater von allem, was lebt. Er steht über allen. Er wirkt durch alle und in allen. Jeder und jede von uns hat einen eigenen Anteil an den Gaben erhalten, die Christus in seiner Gnade ausgeteilt hat. (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Evangelienlesung zur Taufe

Es folgen Evangeliumstexte. Diese werden üblicherweise von den Geistlichen als Evangeliumslesung vorgetragen.

Die Quelle ewigen Lebens / Die Frau und das lebendige Wasser

Johannes 4, 5-14

Jesus musste auf dem Weg von Judäa nach Galiläa. durch Samarien ziehen. Unterwegs kam er in die Nähe des Dorfes Sychar, das nicht weit von dem Feld entfernt liegt, das Jakob einst seinem Sohn Josef vererbt hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war von dem langen Weg müde geworden und setzte sich an den Brunnen. Es war gegen Mittag. Da kam eine samaritische Frau zum Wasserholen. Jesus sagte zu ihr: "Gib mir einen Schluck Wasser!" Seine Jünger waren ins Dorf gegangen, um etwas zu essen zu kaufen. Die Frau antwortete: "Du bist ein Jude und ich bin eine Samariterin. Wie kannst du mich da um etwas zu trinken bitten?" – Die Juden vermeiden nämlich jeden Umgang mit Samaritern. Jesus antwortete: "Wenn du wüsstest, was Gott den Menschen schenken will und wer es ist, der dich jetzt um Wasser bittet, dann hättest du ihn um Wasser gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben." "Herr, du hast doch keinen Eimer", sagte die Frau, "und der Brunnen ist tief. Woher willst du dann das lebendige Wasser haben? Unser Stammvater Jakob hat uns diesen Brunnen hinterlassen. Er selbst, seine Söhne und seine ganze Herde tranken daraus. Du willst doch nicht sagen, dass du mehr bist als Jakob?" Jesus antwortete: "Wer dieses Wasser trinkt, wird wieder durstig. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird nie mehr Durst haben. Ich gebe ihm Wasser, das in ihm zu einer Quelle wird, die bis ins ewige Leben weitersprudelt." (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

Lebendiges Wasser im Überfluss

Johannes 7,37-39a

Am letzten Festtag, dem Höhepunkt des ganzen Festes, trat Jesus vor die Menge und rief: "Wer durstig ist, soll zu mir kommen und trinken – jeder, der mir vertraut! Denn in den Heiligen Schriften heißt es: Aus seinem Innern wird lebendiges Wasser strömen." Jesus meinte damit den Geist Gottes, den die erhalten sollten, die ihn im Glauben annehmen. (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

Die Taufe des Nikodemus

Johannes 3,1-6

Dieser biblische Text spricht von der Taufe eines Erwachsenen. Er eignet sich daher als Lesung insbesondere zur Taufe einer erwachsenen (oder jugendlichen) Person (siehe Gläubigentaufe).

Einer von den Pharisäern war Nikodemus, ein Mitglied des jüdischen Rates. Eines Nachts kam er zu Jesus und sagte zu ihm: "Rabbi, wir wissen, dass Gott dich gesandt und dich als Lehrer bestätigt hat. Nur mit Gottes Hilfe kann jemand solche Wunder vollbringen, wie du sie tust." Jesus antwortete: "Amen, ich versichere dir: Nur wer von oben her geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen." "Wie kann ein Mensch geboren werden, der schon ein Greis ist?", fragte Nikodemus. "Er kann doch nicht noch einmal in den Mutterschoß zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!" Jesus sagte: "Amen, ich versichere dir: Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen. Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt von menschlicher Art. Von geistlicher Art kann nur sein, was vom Geist Gottes geboren wird. Wundere dich also nicht, dass ich zu dir sagte: Ihr müsst alle von oben her geboren werden. (Gute Nachricht © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

 

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