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Evangelium von der Segnung der Kinder

Das "Kinderevangelium", wie es im Evangelium des Markus im 10. Kapitel steht, wird zumeist als Evangeliumstext im Rahmen des Taufgottesdienstes gelesen. Es sind nur vier Sätze, die gelesen schnell vorbeirauschen. Daher ist es sinnvoll, diesen Evangeliumstext als Geschichte auszuformulieren - insbesondere, wenn Kinder mitfeiern

Jesus segnet die Kinder - erzählt

Verschiedene Übersetzungen

Segensformel zum Kinderevangelium

2) Das Kinderevangelium

Jesus segnet die Kinder

Jesus zog von Ort zu Ort, um Geschichten zu erzählen, um Menschen zu trösten und auch zu heilen. Wo er sich auch aufhielt, waren im Nu viele Menschen um ihn versammelt. So kamen eines Tages auch einige Mütter und Väter mit ihren Kindern zu ihm. Sie wollten gern, dass Jesus ihre Kinder berührt und ihnen segnend die Hände auflegt. Jesus hatte enge Freunde, die Jünger. Diese begleiteten Jesus. Sie wollten aber nicht, dass ihr Meister, wie sie ihn nannten, gestört würde. Sie ärgerten sich über die Kinder. Schroff schimpften sie mit den Müttern und Vätern und wollten die Kinder fortschicken.

Als Jesus das sah, wurde er ärgerlich. "Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie doch nicht daran! Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes!", rief er und fügte ein energisches "Amen" hinzu. "Und das sage ich", fügte er hinzu, "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen!" Dann wandte er sich den Kindern zu. Er schloss sie in seine Arme, legte die Hände auf ihren Kopf und segnete sie.

Diese Bibelstelle steht im Evangelium des Markus (Mark. 10,13-16). Sie gehört zur Liturgie jeder Taufe und wird üblicherweise von den Geistlichen gelesen. Wenn Eltern, Taufpaten bzw. Großeltern diese Geschichte erzählen möchten, so klären Sie im Taufgespräch, ob und wie dies möglich ist.

Verschiedene Übersetzungen

Die Segnung der Kinder (Lutherbibel 2017)

13 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. 15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Jesus und die Kinder (Gute Nachricht Bibel)

13 Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken. 14 Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: "Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen. 15 Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen." 16 Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

 

Informationen zur Geschichte

Im Markusevangelium (Markus, Kapitel 10,13-16) steht das sogenannte "Kinderevangelium". Es wird im Taufgottesdienst zumeist als Evangelium gelesen. In der Bibel sind es nur vier Sätze, und doch ist jeder Satz dieses kleinen Abschnitts von besonderer Bedeutung: Menschen möchten, dass Jesus ihre Kinder berührt; Jesus rügt diejenigen, die die Kinder zurückweisen; er stellt die Kinder in den Mittelpunkt und macht sie zum Vorbild; er herzt und segnet sie.

Der Text zeigt, wie sehr die Kinder Gott am Herzen liegen. Der Ausspruch Jesu: "Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen", richtet sich gegen die Überheblichkeit der Großen und kann im Taufgottesdienst als Taufermahnung an an die Erwachsenen hervorgehoben werden. Möchte man diesem kurzen biblischen Abschnitt ein besonderes Gewicht geben, so ist es gut, die vier Sätze der Bibel zu einer Geschichte zu entfalten.

Kinder segnen / Familien segnen

Nachdem Kinder getauft wurden, passt es sehr gut, wenn die anderen anwesenden Kinder und auch die Familien gesegnet werden. Diese Segensformel ist bekannt:

Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Oft lautet dieser Segen auch so:

Es segne und behüte dich der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist

Das ist eine der meist verwendeten Segensformeln in den christlichen Kirchen. Will man den Segen besonders hervorheben, so kann diese Formel durch Texteinschübe erweitert werden. Diese zusätzlichen Sätze erklären und betonen den Segen.

Der trinitarische Segen entfaltet

Hervorgehoben ist der Text des Trinitarischen Segens - Fein gedruckt sind die Erklärungen, mit denen die traditionelle Segensformel entfaltet wird. Die erklärenden Einschübe sollten von einer zweiten Person gelesen werden - oder auch von mehreren unterschiedlichen Personen. Diese Aufgabe können z.B. Taufpaten oder Großeltern übernehmen.

Es segne dich / mit allem Guten, das dein Körper, dein Geist und deine Seele benötigt / und behüte dich / vor allen Bedrohungen auf allen deinen Wegen / der allmächtige Gott / der dich in diese Welt schickte und dich begleitet / der Barmherzige / der dich trägt, wenn deine Kräfte versagen, der dir den Weg zeigt, wenn du dich verläufst, der dich neu anfangen lässt, wenn du Fehler machst / der Vater / der Ursprung allen Seins, ohne den diese Welt nicht bestehen würde / der Sohn / der Mensch wurde, um dir nahe zu sein, der dich willkommen heißt, der dich einlädt in das Reich Gottes, dich berührt, dich herzt und täglich neu segnet / und der Heilige Geist / der immer schon bei den Menschen war und der auch jetzt nahe ist und der bleiben wird und als gute Kraft dein Leben immer / bereichern wird. / Amen!

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